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Das Phänomen Guttenberg

Posted: August 17th, 2009 | Author: Gregor Landwehr | Filed under: Bundestagswahl |

Wirtschaftsminister zu Guttenberg. Foto: PR.Tübingen, Baden-Württemberg - Ein Ortstermin mit dem deutschen Wirtschaftsminister: Die CDU tut so, als sei er ihr Mitglied, und nicht bei der CSU. FDP-Chef Guido Westerwelle lobt ihn als «Verbündeten», und die Bürger mögen ihn wie keinen anderen: Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg ist Deutschlands beliebtester Politiker. Einige Journalisten wollen in ihm sogar eine Art Deutschen Obama sehen. Wie ist es dem Franken gelungen, so schnell so weit zu kommen?

Das Foyer der Kreissparkasse Tübingen ist gerammelt voll. Fast 900 Menschen sind an einem Mittwochnachmittag in den repräsentativen Bau am Rande der schwäbischen Universitätsstadt gekommen. So viele, dass nicht alle einen Sitzplatz bekommen. Damit hatten die Organisatoren von der örtlichen CDU nicht gerechnet. Denn eigentlich war es pures Glück, dass der Wirtschaftsminister hier Station machte. Die örtliche Bundestagsabgeordnete Annette Widmann-Mauz hatte den CSU-Mann in Zeiten eingeladen, als dieser noch CSU-Generalsekretär war. Als er den Termin damals absagen musste, verband er dies mit dem Versprechen, zu einem anderen Zeitpunkt zu kommen. Jetzt kommt er als Bundeswirtschaftsminister und hilft so im Wahlkampf. Denn es gibt in der CDU kaum jemanden, der von dem Glanz des Ministers nichts abbekommen möchte. Für die CDU ist er ein Glücksfall, und für die CSU, die lange Zeit in Berlin nur schwach vertreten war, erst recht.

Die Schwäbin Widmann-Mauz und der Franke Guttenberg zeigen sich im Umgang herzlich. Man betont die Gemeinsamkeiten der Süd-Bundesländer, und die Stärken des Anderen. Und dann fängt Guttenberg an, er spricht fast 90 Minuten frei zu seinen Zuhörern. Er wolle bis zum letzten Tag arbeiten. «Ich habe nicht vor, meine Unbequemlichkeit bis zum 27. September zu ändern», so der Minister. So etwas kommt an. Einer, der sagt was er denkt, jemand, der sich dadurch abhebt von einem Politikerbild, in dem sich Politiker zu sehr von Lobbygruppen und Parteilinien leiten lassen. Er neige dazu sein «Herz sprechen zu lassen und nicht die Reden abzulesen, die ihm sein Ministerium aufgeschrieben hat», wie er später sagen wird. Man glaubt ihm dies sofort.

Guttenberg trifft den richtigen Ton zwischen warnen («Wir haben mit einer Vertrauenskrise zu kämpfen») und Zuversicht («Wir haben oft in solchen Situationen bewiesen, dass wir Besonderes leisten können»). Und in allem, auch in Bezug auf staatliche Rettungsaktionen («Rettung hat aus unternehmerischer Kraft zu kommen») wirkt er authentisch, kompetent und bodenständig. Wenn er den stabilen Boden in Baden-Württemberg lobt, ganz im Gegensatz zu dem «Berliner Treibsand», gewinnt er schnell die Sympathien. Am Ende verteilt er fleissig Autogramme und schüttelt Hände. Im persönlichen Gespräch wirkt er konzentriert und freundlich. Das richtige Mass zu finden dürfte einer seiner Stärken sein, dass er den nötigen Promi-Faktor bietet ist zudem hilfreich. Und so sind an diesem Nachmittag auch alle glücklich: Die Kandidatin, der Sparkassenchef und die Zuhörer. So schön kann es in Krisenzeiten als Wirtschaftsminister sein.

Doch mit welchen Themen taucht der Minister in den Medien auf?
Guttenberg in den Medien

In den vergangenen Wochen sorgte das Thema Soziale Marktwirtschaft, mit welchem die Union ihren Minister gerne in Verbindung gebracht sehen möchte, nur für ein mediales Grundrauschen. In Artikel taucht Guttenberg kaum im Zusammenhang mit der Sozialen Marktwirtschaft auf. Der Grossteil der Artikel der letzten Wochen steht im Zusammenhang mit den «Dauerbrennern» Arcandor und Opel. Als neues Thema kommen vergangene Woche die Banken ins Spiel. Mit dem aktuellen Gesetzentwurf, den Guttenbergs Ministerium vorlegte, taucht er jetzt häufiger in diesem Zusammenhang auf. Das Kompetenzgerangel mit den Justiz- und dem Finanzministerium ist da schon vorprogrammiert.

Dieser Artikel ist auch bei NZZ Online erschienen.



24 Comments on “Das Phänomen Guttenberg”

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