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Superwahljahr - Die nächste Runde

Posted: August 26th, 2011 | Author: Simone Wagner | Filed under: Allgemeines | 22 Comments »

Das Medienranking der Ministerpräsidenten

  • 1 1 Klaus Wowereit
    Berlin
    mit 488 aktuellen Erwähnungen
  • 2 1 Winfried Kretschmann
    Baden-Württemberg
    mit 353 aktuellen Erwähnungen
  • 3 2 Volker Bouffier
    Hessen
    mit 249 aktuellen Erwähnungen
  • 4 Horst Seehofer
    Bayern
    mit 183 aktuellen Erwähnungen
  • 5 5 Annegret Kramp-Karrenbauer
    Saarland
    mit 178 aktuellen Erwähnungen
  • 6 5 Peter Harry Carstensen
    Schleswig-Holstein
    mit 173 aktuellen Erwähnungen
  • 7 2 Kurt Beck
    Rheinland-Pfalz
    mit 132 aktuellen Erwähnungen
  • 8 4 David McAllister
    Niedersachsen
    mit 123 aktuellen Erwähnungen
  • 9 3 Matthias Platzeck
    Brandenburg
    mit 100 aktuellen Erwähnungen
  • 10 3 Erwin Sellering
    Mecklenburg-Vorpommern
    mit 99 aktuellen Erwähnungen
  • 11 3 Olaf Scholz
    Hamburg
    mit 91 aktuellen Erwähnungen
  • 12 4 Reiner Haseloff
    Sachsen-Anhalt
    mit 87 aktuellen Erwähnungen
  • 13 2 Christine Lieberknecht
    Thüringen
    mit 55 aktuellen Erwähnungen
  • 14 2 Stanislaw Tillich
    Sachsen
    mit 52 aktuellen Erwähnungen
  • 15 4 Hannelore Kraft
    Nordrhein-Westfalen
    mit 51 aktuellen Erwähnungen
  • 16 Jens Böhrnsen
    Bremen
    mit 39 aktuellen Erwähnungen
  • Auswertung vom 18.08.2011 - 25.08.2011, erstellt mit blueReport

Es ist ein wenig ruhiger geworden an der Küste. Die mediale Welle im Zuge der Affäre des CDU-Landesvorsitzenden mit einem 16 jährigen Mädchen flaut langsam ab. Peter Harry Carstensen hat seine dadurch gewonnene Spitzenposition im politReport-Medienranking wieder verloren und scheint zum Tagesgeschäft überzugehen. Der schleswig-holsteinische Landtag traf sich diese Woche zur ersten Sitzung nach der Sommerpause und stritt sich über gewohnt aufregende Themen, wie die Ausstellung neuer Tempo-Schilder vor der dänischen Grenze. Nur einer fehlte - von Boetticher hatte sich krank gemeldet. Mittlerweile hat die CDU Basis von Boetticher eine Auszeit genehmigt .
Unterdessen geht es im Superwahljahr in die nächste Runde. Im September wählen die Bürger und Bürgerinnen aus Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Und auch da sieht es für die CDU eher suboptimal aus:

Medial ist Erwin Sellering kein Überflieger; aktuell ist er auf dem 10. Platz. Seit Anfang des Jahres konnte die SPD unter seiner Führung den zwischendurch mal sehr geschrumpften Abstand zur CDU allerdings wieder ausbauen und kommt laut aktueller Umfragen auf 35% der Wählerstimmen. Die CDU kommt nur auf 28% und kann auch nicht auf den Koalitionspartner FDP hoffen. Die würde es im Moment nicht in den Landtag schaffen.
Nicht viel erfolgsversprechender, wenn auch sehr viel besser als gedacht, läuft es für die Union im noch rot-röteren Berlin. Während lange alles nach einem Kopf-an-Kopf Rennen zwischen Klaus Wowereit und Renate Künast aussah, bahnt sich nun ein Berliner Dreikampf zwischen der SPD, den Grünen und der CDU an.
Künast war zuletzt sogar von der eigenen Basis kritisiert worden. Zu offensiv habe sie eine Koalition mit der CDU in Betracht gezogen, obwohl man politisch der SPD viel näher stände. Verwunderlich ist der parteiinterne Widerstand nicht. Kokettiert die CDU in Berlin doch sehr bewusst auf ihren Wahlplakaten mit der Angst der Bürger und Bürgerinnen vor Autobränden und damit laut Thomas Oppermann, dem parlamentarischen Geschäftsführer der SPD, mit einem schwachen Bild vom Staat.
Für Künast ein Dilemma: Möchte sie Wowereit aus dem Berliner Rathaus verdrängen, braucht sie die CDU eventuell als Junior-Partner. Wie sie den aktuellen Politikstil und die Positionierung der Union mit den Zielen ihrer Partei verbinden möchte, hat sie allerdings noch nicht erklärt.



Berliner Wahlkampf 1.0

Posted: August 19th, 2011 | Author: Annette Lohmueller | Filed under: Allgemeines, Berlin, Landtagswahl | Tags: , , , , , , , , | 41 Comments »

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Noch gut vier Wochen ist es hin, bis sich Berlin entscheidet ob alles beim Alten bleibt oder die Karten neu gemischt werden. Letztes Jahr hat die Netzgemeinde eindrucksvoll demonstriert, wie politische Partizipation im Netz aussehen kann. „Go for Gauck“ postulierte eine große Schar von online-affinen Bürgerinnen und Bürgern. Auch wenn dieser Schlachtruf erfolglos blieb, bekam man eine Ahnung davon, wie Wahlkampf 2.0 und die Mobilisierung von Wählern im Social Web aussehen könnte.

Schaut man sich diese Tage in den verschiedenen Social Media Kanälen um, ist es erstaunlich, wie wenig diese für den Wahlkampf bisweilen genutzt werden. Im Gegensatz zu der letzten Infratest dimap Umfrage führt Renate Künast zumindest bei Facebook das Rennen an. Mit Rund 8 000 Likes liegt sie knapp 1 000 „Stimmen“ vor dem amtierenden Bürgermeister Klaus Wowereit . Frank Henkel schafft es immerhin auf  über 1 700 Sympathiebekundungen während der Spitzenkandidat der Linken Harald Wolf gerade mal knapp 300 Personen „gefällt“. Diskussionen mit den Wählern sucht man auf den offiziellen Facebook-Pages der vier Kandidaten aber vergeblich. Viel mehr wird das Medium dazu genutzt, um auf die Berichterstattung in den klassischen Medien zu verweisen. Wolfs Bemühungen seine Wählerschaft an seinem offline Wahlkampf und Volksnähe teilhaben zu lassen, wirken wie ein netter Versuch, Authentizität zu erzeugen, können aber auch Niemanden hinter dem Ofen hervorlocken. Renate Künast präsentiert sich da glaubwürdiger. Auf der Page der Grünen Kandidatin wechseln sich Posts wie „Mal ehrlich: Frauen können echt Fußball!! :-)“ mit Posts des „Team Künast“ ab. Doch auch auf grüner Seite scheint Facebook mehr PR-Instrument als Möglichkeit zum Wählerdialog zu sein. Das Team von Renate Künast postet gerne, Antworten findet man weniger.

Abgesehen von ihrem offiziellen Facebook-Auftritt widmen sich immerhin noch vier Pages und drei Gruppen ihrer Person und Kandidatur, selbst wenn diese durch Namen wie „Wenn Renate Künast Bürgermeisterin wird, fahren wir nie wieder nach Berlin“ gegen die Bundesfraktionsvorsitzende der Grünen polemisieren. Auch wenn sich das Interesse an Frank Henkel auf Facebook durch Abwesenheit kennzeichnet, hat er zumindest die Berliner Polizisten und Schüler auf seiner Seite.
Den Mikroblogging Dienst Twitter scheint keiner der Kandidaten als relevant zu erachten. Alleinig Künast hat einen offiziellen Account , der aber bei 18 abgesetzten Tweets seit März 2011 auch nicht weiter erwähnt werden muss. Etwas aktiver ist da die „Wahlinitiative - Für Renate Künast!“ die Online-Redaktion von „Grüne Berlin“ und der nicht ganz ernst zunehmende inoffizielle Account „Klaus Wowereit 2011″ .

Neben den verschiedenen Wahlwerbespots der SPD, der CDU und der Linken zeigen sich die Grünen bei You Tube kreativer -  unter dem Kampagnen-Namen „10 für Berlin“ wird sich seit dem 06. Juni wöchentlich einem neuen Kapitel des grünen Wahlprogramms gewidmet und im You Tube-Chanel der Grünen Berlin zugänglich gemacht. Angeschaut haben sich diese Videos allerdings nur wenige User. Wie viele davon tatsächlich in Berlin wahlberechtigt sind, ist wohl kaum abzuschätzen.
Ebenfalls erwähnenswert ist der Kandidatencheck der Caritas und Diakonie. In einem kurzen Video äußern sich die Kandidaten zu den Themen: Wohnungsnot, Armut, Bildung und Pflegenotstand. Während die Kandidaten der Grünen, der Linken und der CDU persönlich vor die Kamera treten wird Wowereit durch Ülker Radziwill vertreten.

Vergleicht man die verschieden Social Media Auftritte und Präsenzen der einzelnen Kandidaten, zeigen zumindest die Grünen ein Gespür dafür wie man Wahlkampf im Web 2.0 gestalten könnte. Nichtsdestotrotz scheint man sich in Puncto Wahlkampf auf Alt bewährt zu verlassen und verschenkt damit weiterhin wichtige Potentiale um die Wählerschaft zu erreichen und einen zeitgemässen Wahlkampf zu betreiben.



Frischer Wind in der FDP-Politik?

Posted: August 4th, 2011 | Author: Samantha Engelmann | Filed under: Kabinetts-Ranking | 28 Comments »

Das Kabinett Medienranking

  • 1 Angela Merkel
    Bundeskanzlerin
    mit 1166 aktuellen Erwähnungen
  • 2 7 Peter Ramsauer
    Verkehrsminister
    mit 852 aktuellen Erwähnungen
  • 3 1 Philipp Rösler
    Wirtschaftsminister
    mit 829 aktuellen Erwähnungen
  • 4 4 Daniel Bahr
    Gesundheitsminister
    mit 566 aktuellen Erwähnungen
  • 5 2 Guido Westerwelle
    Außenminister
    mit 433 aktuellen Erwähnungen
  • 6 2 Wolfgang Schäuble
    Finanzminister
    mit 430 aktuellen Erwähnungen
  • 7 4 Kristina Schröder
    Familienministerin
    mit 297 aktuellen Erwähnungen
  • 8 3 Hans-Peter Friedrich
    Innenminister
    mit 218 aktuellen Erwähnungen
  • 9 3 Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
    Justizminsterin
    mit 153 aktuellen Erwähnungen
  • 10 4 Ursula von der Leyen
    Arbeitsministerin
    mit 152 aktuellen Erwähnungen
  • 11 1 Ilse Aigner
    Landwirtschaftsministerin
    mit 151 aktuellen Erwähnungen
  • 12 5 Dirk Niebel
    Entwicklungshilfeminister
    mit 150 aktuellen Erwähnungen
  • 13 1 Norbert Röttgen
    Umweltminister
    mit 146 aktuellen Erwähnungen
  • 14 1 Thomas de Maizière
    Verteidigungsminister
    mit 92 aktuellen Erwähnungen
  • 15 Annette Schavan
    Bildungsministerin
    mit 86 aktuellen Erwähnungen
  • 16 Ronald Pofalla
    Chef des Kanzleramtes
    mit 8 aktuellen Erwähnungen
  • Auswertung vom 27.07.2011 - 03.08.2011, erstellt mit blueReport

Die Bundeskanzlerin entpannt diese Woche im schönen Südtirol. Nach seinen ersten Wochen Amtszeit, sprang FDP-Chef Philipp Rösler als Urlaubsvertretung ein und durfte für 33 Minuten den Posten der Regierungschefin übernehmen.
Damit schaffte es Philipp Rösler kurzzeitig, nicht nur als Vizeklanzler, sondern auch medial direkt hinter der Kanzlerin zu stehen.
Neben wichtigen Wirtschaftsgesprächen widmet er sich noch am selben Tag der Trauer nach dem Bombenanschlag in Oslo und fliegt nach Norwegen, ganz im Gegensatz zu seinem Vorgänger Guido Westerwelle, der vor einem Jahr die Abwesenheit Merkels nutzte, um gezielte Eigenwerbung zu betreiben. Damit wolle sich Rösler bewusst von der Politik seines Vorgängers abgrenzen.
Denn schließlich versprach er beim Frühlingsparteitag der FDP in Rostock, einen neuen Stil und neue Inhalte in die FDP-Politik einzuführen.
Von einer Veränderung in der FDP-Politik ist Umfragen zu Folge allerdings noch nicht viel zu spüren. Damit scheint es Rösler noch nicht gelungen, höhere Werte für seine Partei zu erzielen als sein Vorgänger. Trotzdem wolle Rösler weitermachen wie bisher und bleibt frisch und positiv gestimmt. Ob er wirklich Positives für die Partei bewirken kann, wird man erst nach der Sommerpause sehen. Denn derzeit scheinen die Nachwirkungen Westerwelles noch groß zu sein.
Rössler distanziert sich nun nicht nur politisch von Gudio Westerwelle, sondern auch im Medieranking. Sonst immer weit vorn, ging es diese Woche für den Außenminister weit abwärts. Wahrscheinlich machen sowohl Westerwelle, der sich diese Woche auf Mallorca ausspannt, als auch die Medien gemeinsam eine Erhohlungspause.
Auch das junge und frisch gepealte Gesicht Daniel Bahr sieht der FDP-Politik positiv entgegen und steigt im Medienranking aufwärts. Der Gesundheitsminister kämpft gegen die ärztliche Unterversorgung in ländlichen Regionen und will insgesamt 320 Millionen Euro dafür aufbringen. Positiv gereizt werden sollen Ärzte und Mediziner mit einer anspruchsvollen Vergütung. Ein neues Gesetz der Bundesregierung soll dies ermöglichen. Damit sei die schwarz-gelbe Bundesregierung ein Vorreiter. Zudem wolle sie den Wechsel von Versichterten erleichtern, deren Krankenkasse pleitegeht. Bahr kündigte an, dass im Falle einer Abwimmelung, es in Zukunft hohe Strafen geben soll. Um unfreundliche Behandlungen, wie es vor kurzem bei dem finanziellen Untergang der City BKK gab, zu vermeiden, sollen Betroffene ein Formular erhalten, auf denen festgehalten werden könne, wohin der Versicherte wechseln möchte.
Weit hinauf schafft es diese Woche Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und drängt Philipp Rösler von seinem Vizeplatz. Mit einer Novelle kippte Ramsauer einen alten Paragraphen des Personenbeförderungsgesetzes. Demzufolge sollen nun zu Beginn nächsten Jahres Fernbusse in Deutschland das Angebot an Reisemöglichkeiten erweitern. Zuvor waren Fernbuslinien in ganz Deutschland verboten.