Politische Dauerbrenner auf der Agenda
Posted: Juni 29th, 2011 | Author: Simone Wagner und Wiebke Sucker | Filed under: Allgemeines | No Comments »Das Kabinett Medienranking
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1 → 
Angela Merkel
Bundeskanzlerin
mit 7638 aktuellen Erwähnungen -
2 → 
Wolfgang Schäuble
Finanzminister
mit 1483 aktuellen Erwähnungen -
3 1↑ 
Philipp Rösler
Wirtschaftsminister
mit 1296 aktuellen Erwähnungen -
4 2↑ 
Guido Westerwelle
Außenminister
mit 966 aktuellen Erwähnungen -
5 → 
Hans-Peter Friedrich
Innenminister
mit 453 aktuellen Erwähnungen -
6 5↑ 
Ursula von der Leyen
Arbeitsministerin
mit 451 aktuellen Erwähnungen -
7 6↑ 
Annette Schavan
Bildungsministerin
mit 305 aktuellen Erwähnungen -
8 5↓ 
Ilse Aigner
Landwirtschaftsministerin
mit 288 aktuellen Erwähnungen -
9 → 
Thomas de Maizière
Verteidigungsminister
mit 255 aktuellen Erwähnungen -
10 3↓ 
Norbert Röttgen
Umweltminister
mit 236 aktuellen Erwähnungen -
11 1↑ 
Peter Ramsauer
Verkehrsminister
mit 222 aktuellen Erwähnungen -
12 3↑ 
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Justizminsterin
mit 219 aktuellen Erwähnungen -
13 5↓ 
Kristina Schröder
Familienministerin
mit 209 aktuellen Erwähnungen -
14 4↓ 
Daniel Bahr
Gesundheitsminister
mit 161 aktuellen Erwähnungen -
15 1↓ 
Dirk Niebel
Entwicklungshilfeminister
mit 109 aktuellen Erwähnungen -
16 → 
Ronald Pofalla
Chef des Kanzleramtes
mit 34 aktuellen Erwähnungen
Auswertung vom 21.06.2011 - 28.06.2011, erstellt mit blueReport
Die Bundesminister setzen diese Woche zielsicher auf politische Dauerthemen.
Philipp Rösler (Platz 3.) rief den FDP-Klassiker „Steuersenkungen“ wieder auf die Agenda. Umgesetzt wird das Thema allerdings zunächst erstmal nicht. Reden kann man ja aber schonmal drüber, bevor es wahrscheinlich pünktlich zum Wahlkampf 2013 wieder an Aktualität gewinnt.
Ursula von der Leyen setzt sich für den Einsatz von ausländischen Fachkräften ein und berichtet über Fortschritte bei der Umsetzung des sogenannten Bildungspaketes. Ein Erfolg - zumindest für die Minsiterin. In den Medien findet sich auch deutliche Kritik an dem Paket: Ein Fünftel der Eltern hätten bis jetzt gar kein Interesse an den Leistungen gezeigt.
Drei Plätze rauf geht es auch für Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberg. Dies verdankt sie der wieder entbrannten Debatte um die Vorratsdatenspeicherung, zu deren größten Kritikerinnen sie gehört. CDU/CSU und auch Teile der FDP befürworten eine Speicherung der Telekommunikationsdaten über einen Zeitraum von 6 Monaten; so fordert es auch die entsprechende EU-Richtlinie. Die SPD spricht sich ebenso dafür aus, jedoch nur unter der Bedingung, dass der Zugriff auf die Daten unter sehr eng gefassten Kriterien erfolgt, wenn z.B. Gefahr für Leib und Leben besteht.
Die anhaltenden Bedenken und Einwürfe Leutheusser-Schnarrenbergers führten dazu, dass die Europäische Kommission nun ein Verfahren gegen Deutschland wegen fehlender Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung eingeleitet hat.
Die Ministerin bleibt allerdings standhaft: Die Regelungen würden in die Persönlichkeitsrechte des einzelnen Bürgers eingreifen. Dabei beruft sie sich auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes von 2010 und den Bürgerrechtsflügel ihrer Partei. Ihr überarbeiteter Gesetzesentwurf als ein Kompromissangebot findet nur bei den Linken Anklang.

