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Fünf Euro mehr im „Herbst der Entscheidungen“

Posted: September 28th, 2010 | Author: Simone Wagner | Filed under: Kabinetts-Ranking | Tags: , , | 2 Comments »

Das Kabinett Medienranking

  • 1 Angela Merkel
    Bundeskanzlerin
    mit 3248 aktuellen Erwähnungen
  • 2 7 Ursula von der Leyen
    Arbeitsministerin
    mit 1541 aktuellen Erwähnungen
  • 3 1 Guido Westerwelle
    Außenminister
    mit 1210 aktuellen Erwähnungen
  • 4 3 Philipp Rösler
    Gesundheitsminister
    mit 1026 aktuellen Erwähnungen
  • 5 Karl-Theodor zu Guttenberg
    Verteidigungsminister
    mit 801 aktuellen Erwähnungen
  • 6 2 Thomas de Maizière
    Innenminister
    mit 757 aktuellen Erwähnungen
  • 7 3 Wolfgang Schäuble
    Finanzminister
    mit 715 aktuellen Erwähnungen
  • 8 5 Norbert Röttgen
    Umweltminister
    mit 638 aktuellen Erwähnungen
  • 9 3 Rainer Brüderle
    Wirtschaftsminister
    mit 633 aktuellen Erwähnungen
  • 10 5 Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
    Justizminsterin
    mit 549 aktuellen Erwähnungen
  • 11 2 Dirk Niebel
    Entwicklungshilfeminister
    mit 510 aktuellen Erwähnungen
  • 12 2 Ilse Aigner
    Landwirtschaftsministerin
    mit 481 aktuellen Erwähnungen
  • 13 2 Kristina Schröder
    Familienministerin
    mit 392 aktuellen Erwähnungen
  • 14 2 Peter Ramsauer
    Verkehrsminister
    mit 243 aktuellen Erwähnungen
  • 15 1 Annette Schavan
    Bildungsministerin
    mit 168 aktuellen Erwähnungen
  • 16 Ronald Pofalla
    Chef des Kanzleramtes
    mit 37 aktuellen Erwähnungen
  • Auswertung vom 19.09.2010 - 26.09.2010, erstellt mit blueReport

Die vergangene Woche endete mit einem politisch aufregenden Wochenende. In Berlin trafen sich 525 SPD-Delegierte zum Sonderparteitag und diskutierten unter dem Slogan “Zunkunftswerkstatt Faires Deutschland” über Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit, Integration und dann irgendwie doch über den Noch-Genossen Sarrazin.
Im Regierungsviertel der Hauptstadt entsprach die Koalition derweilen der Auflage des Bundesverfassungsgerichtes und präsentierte das Ergebnis der Neuberechnung des Regelsatzes für Empfänger des Arbeitslosengeldes II. Für die doch geringer als erwartet ausgefallene Erhöhung um fünf Euro von 359 auf 364 Euro weht der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen harsche Kritik entgegen. Ihre Medienpräsenz stieg sprunghaft um sieben Plätze, damit landete sie auf Rang zwei des politReport Medienrankings. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach nennt die Berechnungen politische Trickserei und die SPD fordert weiter die Offenlegung der Berechnungsgrundlage. Die Frage, was denn nun genau fair ist, wird in den verschiedenen Lagern eben sehr unterschiedlich beantwortet.
Die Kanzlerin nennt es den „Herbst der Entscheidungen“ und kann nur hoffen, dass diese Entscheidungen auch durch den Bundesrat gehen, in dem ihre schwarz-gelbe Koalition seit den letzten Landtagswahlen keine Mehrheit mehr hat.

Auch die Pläne des Gesundheitsministeriums sind noch nicht in mediale Vergessenheit geraten. Philipp Rössler findet sich nur einen Platz hinter dem Außenminister Westerwelle ,auf Platz vier, wieder. Das Schlagwort „soziale Kälte“ findet sich zunehmend in der medialen Resonanz.
Zumindest die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke scheint trotz großer Protestaktionen in Vergessenheit zu geraten. Die Medienpräsenz von Wirtschaftsminister Brüderle fällt um drei Plätze, die von Umweltminister Röttgen sogar um fünf Plätze.
Ist das die Taktik der Kanzlerin? Einfach alle kritischen Entscheidungen so schnell hintereinander treffen, dass keine Zeit für langanhaltenden Protest bleibt?



Kabinettsranking: Wo ist die Kanzlerin?

Posted: Januar 15th, 2010 | Author: Gregor Landwehr | Filed under: Kabinetts-Ranking | Tags: , , | 29 Comments »

Das Kabinett Medienranking

  • 1 1 Guido Westerwelle
    Außenminister
    mit 1837 aktuellen Erwähnungen
  • 2 1 Angela Merkel
    Bundeskanzlerin
    mit 1400 aktuellen Erwähnungen
  • 3 Karl-Theodor zu Guttenberg
    Verteidigungsminister
    mit 512 aktuellen Erwähnungen
  • 4 3 Wolfgang Schäuble
    Finanzminister
    mit 456 aktuellen Erwähnungen
  • 5 1 Dirk Niebel
    Entwicklungshilfeminister
    mit 366 aktuellen Erwähnungen
  • 6 1 Rainer Brüderle
    Wirtschaftsminister
    mit 311 aktuellen Erwähnungen
  • 7 6 Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
    Justizminsterin
    mit 222 aktuellen Erwähnungen
  • 8 3 Ilse Aigner
    Landwirtschaftsministerin
    mit 208 aktuellen Erwähnungen
  • 9 Kristina Köhler
    Familienministerin
    mit 197 aktuellen Erwähnungen
  • 10 2 Ursula von der Leyen
    Arbeitsministerin
    mit 189 aktuellen Erwähnungen
  • 11 1 Philipp Rösler
    Gesundheitsminister
    mit 170 aktuellen Erwähnungen
  • 11 4 Peter Ramsauer
    Verkehrsminister
    mit 170 aktuellen Erwähnungen
  • 13 3 Ronald Pofalla
    Chef des Kanzleramtes
    mit 141 aktuellen Erwähnungen
  • 14 10 Thomas de Maizière
    Innenminister
    mit 129 aktuellen Erwähnungen
  • 15 3 Annette Schavan
    Bildungsministerin
    mit 100 aktuellen Erwähnungen
  • 16 2 Norbert Röttgen
    Umweltminister
    mit 79 aktuellen Erwähnungen
  • Auswertung vom 03.01.2010 - 10.01.2010, erstellt mit blueReport

Diese Frage kann man sich stellen, seit wir das Jahr 2010 schreiben. Erstmals verlieren CDU und FDP in den Umfragen ihre Mehrheit, Finanzminister Schäuble präsentiert seine Sparpläne und die CSU tagt im verschneiten Wildbad Kreuth. Nur Merkel äußert sich nicht. Und trotzdem kommt sie auf den zweiten Platz im Medienranking.

Es wird zwar viel über sie berichtet, doch wie lange will sie noch schweigen? Auch wenn außenpolitische Themen wie der Jemen und das Erdbeben in Haiti die Berichterstattung bestimmen: Die große Koalition ist vorbei! Kanzlerin sein hat auch etwas mit Der Kanzlerkompetenz zu tun. Wie lange Merkel Ihren moderierenden Stil, der so ausgleichend ist, dass sich am Ende gar nichts mehr bewegt, durchhalten kann, ist die Frage.

Absteiger der Woche ist übrigens Thomas de Maiziére. Erst noch wegen neuer Nacktscanner gefragt ging es jetzt zehn Plätze runter, aber immer noch vor der Bildungsminister und dem Umweltminister, der in dieser Woche das Schlusslicht bildet.



Die Frau, die Angela Merkel war

Posted: November 5th, 2009 | Author: Gregor Landwehr | Filed under: Allgemeines | Tags: , , | 24 Comments »

Angela Merkel

Angela Merkel

Wer in den sozialen Netzwerken wie MeinVZ, StudiVZ oder Facebook eine Frage an die Kanzlerin stellte bekam in der Regel ziemlich schnell eine Antwort. Klar, dass nicht die Kanzlerin persönlich diese an ihrem Computer in die Tasten haute.

Am Wahlabend lerne ich in der CDU-Parteizentrale die Frau kennen, die im Wahlkampf Angela Merkel war. Zumindest in den sozialen Netzwerken in die Rolle der Kanzlerin. Sina heißt sie, und zumindest optisch ist sie das totale Gegtenteil von Angela Merkel. Aber das bekommen die Nutzer ja nicht mit.

“Warum soll ich sie wählen?”, “Warum die CDU?”, seien häufige Fragen gewesen. Rund 100 kamen so jeden Tag zusammen. Sina unterschrieb die Antworten in der Regel im Namen des Team Deutschland. Trotzdem sei es “eine große Ehre” gewesen, sagt die Studentin.

Selbstkritisch räumt sie ein, dass es ein Fehler war, nicht an der ZDF-Sendung “Erst fragen, dann wählen” vertreten zu sein. Dadurch sei ein “enormer Schaden” entstanden. Bis auf die CDU hatten alle Parteien einen Vertreter zu der Sendung geschickt. Es sei ein Fehler des Kanzleramts gewesen.



Wenn sich Verlierer wie Sieger fühlen

Posted: September 27th, 2009 | Author: Gregor Landwehr | Filed under: Bundestagswahl, Ministerpräsidenten-Ranking | Tags: , , , | 35 Comments »

Die Falten um ihre Augen scheinen tiefer zu sein, als noch am Anfang des Wahlkampfs. Aber sie wirkt erleichtert und gelöst. Als sich Angela Merkel ihren Anhängern im Konrad-Adenauer-Haus zeigt bricht Jubel aus, Angie-Plakate werden in die Höhe gehalten.
Wer das sieht, meint hier feiere eine Partei ihren Sieg. Ein Regierungswechsel zugunsten einer Schwarz-Gelben-Mehrheit ist geschafft.

Bei all de Jubel im Konrad-Adenauer-Haus wird scheinbar vergessen, dass das Ergebnis der CDU unter der Führung von Angela Merkle das zweitschlechtestes in der Unions-Geschichte ist. In der CDU reicht dies offenbar für Jubelstürme aus.
Eine konservative Mehrheit ist möglich, allerdings nur dank des guten Wahlergebnisses der FDP. Jeder, der aus dem Ergebnis einen Erfolg ableiten möchte, blendet die wahren Tatsachen aus. Wer aus dem Gesamtergebnis ableitet, dass der Wahlkampf der CDU ein Erfolg gewesen ist, verkennt die Tatsachen. Diese sind, dass beide Volksparteien CDU und SPD massiv an stimmen verloren haben.

Die SPD mit großen Verlusten

Die SPD mit großen Verlusten

Die SPD kann ihre Rolle in der Opposition zur notwendigen Erneuerung nutzten. Ob dies, wie angekündigt, mit einem Oppositionsführer Steinmeier möglich ist, bleibt fraglich.
Für die CDU wird es mit der Kanzlerin Merkel ein „weiter so“ geben. Eine Analyse des Wahlergebnisses wird es, wie schon bei der Europawahl, nicht geben. Augen zu und Jubeln, das ist anscheinend das Motto der Union an diesem Abend und darüber hinaus.



Merkels Machterhaltung

Posted: September 27th, 2009 | Author: Gregor Landwehr | Filed under: Bundestagswahl | Tags: , | 33 Comments »

Angela Merkel

Angela Merkel

Was auch immer an diesem Wahlsonntag in Deutschland passiert, eine Siegerin steht bereits fest: Angela Merkel. Denn egal wie die Wahl auch ausgehen wird: Bei allen Regierungskoalition die realistischerweise absehbar sind, dürfte die Kanzlerin im Amt bleiben.

In den Umfragen schmilzt der Vorsprung der CDU vor der SPD in den letzten Tagen vor der Wahl immer weiter zusammen. Sollte es trotzdem für eine konservative Mehrheit und damit eine Koalition aus der CDU mit der FDP reichen bliebe Merkel im Amt und könnte ein neues Kabinett bilden. Die FDP würde mit großer Wahrscheinlichkeit das Außenministerium, das Finanz- oder Wirtschaftsministerium und das Justizministerium beanspruchen. Für neue Personalkonstellation wäre hier viel Spielraum.

In der anderen Variante bliebe bedeutend weniger Spielraum für Personalveränderungen. Denn bei einer großen Koalition unter der Führung einer Kanzlerin Merkel würde vieles beim alten bleiben, wahrscheinlich nicht nur personell, sondern auch inhaltlich.

Für den Fall, das sich alle Parteien an ihre Aussagen bezüglich Koalitionsbildungen halten, bleiben kaum anderen Konstellationen möglich. Der Kanzlerkandidat der SPD, Frank Walter Steinmeier hat eine Koalition mit der Linkspartei ausgeschlossen. Die FDP erteilte einer Ampelkoalition eine Absage und will nur mit der Union regieren, eine Mehrheit für Rot-Grün ist nicht wahrscheinlich.

Ob bei der Fortführung einer großen Koalition diese bis zum Ende der Legislaturperiode halten würde, ist fraglich. Doch auch wenn es niemand offen ausspricht: Insgeheim dürften viele der Akteure damit durchaus syhmphatisieren. Unter dem Aspekt der eigenen Machterhaltung für viele sicher eine optimale Lösung.
Dabei dürfte Angela Merkel die Fortführung in der jetzigen Konstellation nicht schwer fallen., zumal je nach Wahlausgang ein Auftrag der Wähler an die Fortführung des Regierungsbündnisses abgeleitet werden könnte.

Für die SPD als Partei wäre sie allerdings ein erhebliches Risiko. Sie stände nach dem Ende der Koalition wieder vor den gleichen Problemen wie in diesem Wahlkampf: auf ihrer Position heraus macht sich nur sehr schwer Wahlkampf. Für die nötige innerparteiliche Erneuerung wäre eine Legislaturperiode in der Opposition die einzige Möglichkeit. Nur so könnte die Generation der Schröder-Erben an die „jungen“ Nachfolger wie Siegmar Gabriel und Andrea Nahles übergeben und die Partei inhaltlich erneuern.



Und die Piraten so: Yeaahh!

Posted: September 25th, 2009 | Author: Anne Straube | Filed under: Allgemeines | Tags: , , | 18 Comments »

„DIE KANZLERIN KOMMT“ Nicht ohne Stolz kündigt die CDU Wahlkampfauftritte ihrer Kandidatin für das Bundeskanzleramt in den Wahlkreisen an. Bürgernähe nennt man dies und die ist auch in diesem Wahlkampf noch sehr wichtig. Zahlreich hört man Geschichten von Menschen, deren Wahlentscheidung auf einen flüchtigen Wink des Spitzenkandidaten während einer Supermarkteröffnung zurückgeführt werden kann.
Was Frau Merkel dabei tatsächlich zu sagen hat, scheint für diesen Wähler doch eher zweitrangig. Aber es gibt sie noch: Menschen, die auf die Inhalte Wert legen. Angesichts der wenigen wirklichen Inhalte, mit der die CDU diesen Wahlkampf bestreitet, dürfte die Freude über den Besuch der Kanzlerin sich eher in Grenzen halten. Ein Hamburger verlieh genau dieser fehlenden Begeisterung vier einfache Worte, die er direkt neben die frohe Ankündigung des Besuchs schrieb: „Und alle so: „Yeaahh“
Das Beschriften und Bemalen von Wahlplakaten scheint ein eher alter Hut, wo sich doch mittlerweile im Internet jeder seinen eignen Lieblingsslogan neben das Bild von Schäuble setzen kann. Aber da Offline-Sarkasmus auch bei der neuen Online-Generation ankommt, verbreitete sich das Foto dieses Plakates in großer Geschwindigkeit in der Blogosphäre, zahlreich kommentiert und diskutiert. Und schon war eine Idee geboren: Wieso sollten eigentlich nicht wirklich alle so: „Yeaahh“ schreien, wenn Frau Merkel schon mal da ist? Spontan, dezentral organisiert und für jeden offen - ein Flashmob.

Dank Twitter verbreitete sich die Nachricht rasend schnell und so geschah der Kanzlerin in ihrer letzten Wahlkampfwoche folgendes: Nach jedem ihrer Wahlkampfsätze begannen Teile des Publikums frenetisch zu jubeln, „Yeaahh“ zu brüllen und Fahnen zu schwenken - in Hamburg, in Mainz, in Wuppertal, in Berlin. Yeaahh - ein Selbstläufer, den sich die SPD-Nordkurve nicht schöner hätte ausdenken können. Aber, die hatte damit recht wenig zu tun, die Fahnen der Yeaahh-Brüller sind nicht rot, sondern Orange. Vor allem Piraten scheinen die Flashmob-Störenfriede zu sein. Aber wieso? Ist die Internetgemeinde so fest in Piratenpartei-Hand? Oder sind es einzig die Freibeuter, die die Verknüpfung von On und Offline-Wahlkampf so kreativ zu nutzen vermögen?


Flashmob in Hamburg

Auf jeden Fall dürften die Piraten, spätestens mit ihrer Teilnahme am „Yeaahh“-Flashmob ihr vorerst wichtigstes Ziel, die Erhöhung ihrer Bekanntheit, geschafft haben.
Zahlreiche klassische Medien berichten mittlerweile über die vermeintlichen Merkel-Fans und in fast allen Berichten finden sich auch die Piraten wieder.
Aufmerksamkeit ist gut, allerdings, passt auch der Vorwurf der Medien gegenüber den Yeaahh-Rufern: auf Inhaltleere mit Inhaltslosigkeit zu reagieren. So müssen sich auch die Piraten oft mit der Frage auseinandersetzen, ob sie außer ihrem Steckenpferd Internet und Bürgerrechte nicht auch inhaltsleer sind.
Bemerkenswert: während klassische Medien das Thema erst langsam für sich entdeckt haben, ist die Blogosphäre Inhaltlich schon weiter gezogen. Yeaahh ist dort allenfalls noch eine Randnotiz.

Vergleich Blogs und klassische Medien

Vergleich Blogs und klassische Medien