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Erika Steinbach und die Medien

Posted: Januar 17th, 2010 | Author: Gregor Landwehr | Filed under: Allgemeines | Tags: , , | 20 Comments »

Erika Steinbach in den Medien

Erika Steinbach in den Medien

Ein Saal im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Es ist die Bundesdelegiertentagung der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU/CSU, kurz OMV. Auf dem Podium eine Frau mit roter Jacke und blonden Haaren. Ihr Name ruft in Polen oft wenig freundliche Worte hervor, in Deutschland kennen sie viele gar nicht: Erika Steinbach ist CDU-Abgeordnete und Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV). An diesem Nachmittag in Berlin ist sie unter Freunden, doch im Alltag hat sie nicht viele Freunde, auch nicht in den eigenen Reihen.

Die CDU und FDP entzweite sie. Während Angela Merkel das Thema am liebsten aussitzen würde, sagte Außenminister Westerwelle, sie solle nicht aus „persönlichem Interesse“ auf ihrem Platz im Stiftungsbeirat bestehen. Im Januar erklärte Steinbach jetzt auf das Angebot für jenen Sitz in der Stiftung zu verzichten.
Dabei ist Steinbachs Angebot keineswegs uneigennützig. Sie stellt zwar ihre persönlichen Interessen hinten an, mit den Forderungen die sie stellt, würde der BdV aber gestärkt werden. So verlangt Steinbach die Aufstockung der bisher drei BdV-Sitze im Stiftungsrat und kein Veto-Recht des Bundeskabinetts bei deren Besetzung.

Das Medieninteresse war enorm: Die Nachricht erschien in mehr als 350 Artikeln, das waren mehr als im vergangenen November. Doch was die Zeitungen und die Berliner Republik beschäftigt wird in den Blogs kauf aufgegriffen. Etwa 50 Artikel in Zusammenhang mit Steinbachs neuster Entscheidung können hier gezählt werden. Am häufigsten berichtet Focus mit 68 Artikeln, bei der Süddeutschen sind es immerhin noch 31 und bei Spiegel 28 in den vergangenen 12 Monaten.
Die häufigsten Worte die sich in den Überschriften der aktuellen Berichterstattung finden sind Worte wie „Blockade“, „Hämgepartie“ und „Verzicht“. Besonders beliebt war eine DPA-Meldung vom 4. Januar: „Steinbach will Blockade lösen - Verzicht offen“ wurde 21 mal übernommen.



Ministerpräsidentenranking: Carstensen gewinnt Profil - Seehofer als “Schutzmacht der Heimatvertriebenen”

Posted: Dezember 21st, 2009 | Author: Gregor Landwehr | Filed under: Ministerpräsidenten-Ranking | Tags: , , , , , | 30 Comments »

Das Medienranking der Ministerpräsidenten

  • 1 Roland Koch
    Hessen
    mit 572 aktuellen Erwähnungen
  • 2 3 Horst Seehofer
    Bayern
    mit 512 aktuellen Erwähnungen
  • 3 1 Peter Harry Carstensen
    Schleswig-Holstein
    mit 446 aktuellen Erwähnungen
  • 4 2 Peter Müller
    Saarland
    mit 388 aktuellen Erwähnungen
  • 5 3 Christian Wulff
    Niedersachsen
    mit 279 aktuellen Erwähnungen
  • 6 4 Günther Oettinger
    Baden-Württemberg
    mit 198 aktuellen Erwähnungen
  • 7 5 Klaus Wowereit
    Berlin
    mit 157 aktuellen Erwähnungen
  • 8 1 Jürgen Rüttgers
    Nordrhein-Westfalen
    mit 153 aktuellen Erwähnungen
  • 9 3 Kurt Beck
    Rheinland-Pfalz
    mit 137 aktuellen Erwähnungen
  • 10 7 Matthias Platzeck
    Brandenburg
    mit 118 aktuellen Erwähnungen
  • 11 Ole von Beust
    Hamburg
    mit 89 aktuellen Erwähnungen
  • 12 4 Wolfgang Böhmer
    Sachsen-Anhalt
    mit 70 aktuellen Erwähnungen
  • 13 4 Stanislaw Tillich
    Sachsen
    mit 43 aktuellen Erwähnungen
  • 14 Erwin Sellering
    Mecklenburg-Vorpommern
    mit 25 aktuellen Erwähnungen
  • 14 1 Christine Lieberknecht
    Thüringen
    mit 25 aktuellen Erwähnungen
  • 16 2 Jens Böhrnsen
    Bremen
    mit 7 aktuellen Erwähnungen
  • Auswertung vom 08.12.2009 - 15.12.2009, erstellt mit blueReport

Peter Harry Carstensen, der stämmige Landwirt und CDU-Politiker aus Schleswig-Holstein, genießt zur Zeit die volle Aufmerksamkeit der deutschen Medien. Diese Woche ging es noch mal einen Platz hoch, damit steht er auf Platz drei hinter Roland Koch und Horst Seehofer. Zu verdanken hat der Norddeutsche dies dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Bis zum Schluss, also den Kamingesprächen am Donnerstag Abend, soll eine Mehrheit für das Gesetz im Bundesrat unsicher gewesen sein, war aus CDU-Kreisen zu hören. Am Freitag Morgen dann verkündete ein sichtlich fröhlicher Carstensen, dass er dem Gesetz nun zustimmen könne. Neben viel Politik-Theater brachte es Carstensen eines, nämlich den Hauch eines Profils und bundesweite Aufmerksamkeit.

Und dann war da noch Günther Oettinger (Platz sechs), der am Freitag seine letzte Rede im Bundestat hielt. Ende Januar wird er von seinem CDU-Kollegen Stefan Mappus abgelöst.

Derweil kümmert sich Horst Seehofer (für ihn ging es drei Plätze hoch) um die Vertriebenen, den vierten Stamm der Bayern wie er es nennt. An dem Tag, an dem der polnische Außenminister von Guido Westerwelle empfangen wurde, nannte er es ein Anrecht des Bundes der Vertriebenen, den Sitz in der Stiftung selber bestimmen zu können. Man wolle sich das nicht von “ausländischen Kräften” vorschreiben lassen, polterte der Bayer. Schließlich sieht sich die CSU als “Schutzmacht der Heimatvertriebenen”. Klientelpolitik ist den CSU-Politiker anscheinend wichtiger als die Deutsch-Polnischen Beziehungen.