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Ministerpräsidentenranking: Carstensen gewinnt Profil - Seehofer als “Schutzmacht der Heimatvertriebenen”

Posted: Dezember 21st, 2009 | Author: Gregor Landwehr | Filed under: Ministerpräsidenten-Ranking | Tags: , , , , , | 30 Comments »

Das Medienranking der Ministerpräsidenten

  • 1 Roland Koch
    Hessen
    mit 572 aktuellen Erwähnungen
  • 2 3 Horst Seehofer
    Bayern
    mit 512 aktuellen Erwähnungen
  • 3 1 Peter Harry Carstensen
    Schleswig-Holstein
    mit 446 aktuellen Erwähnungen
  • 4 2 Peter Müller
    Saarland
    mit 388 aktuellen Erwähnungen
  • 5 3 Christian Wulff
    Niedersachsen
    mit 279 aktuellen Erwähnungen
  • 6 4 Günther Oettinger
    Baden-Württemberg
    mit 198 aktuellen Erwähnungen
  • 7 5 Klaus Wowereit
    Berlin
    mit 157 aktuellen Erwähnungen
  • 8 1 Jürgen Rüttgers
    Nordrhein-Westfalen
    mit 153 aktuellen Erwähnungen
  • 9 3 Kurt Beck
    Rheinland-Pfalz
    mit 137 aktuellen Erwähnungen
  • 10 7 Matthias Platzeck
    Brandenburg
    mit 118 aktuellen Erwähnungen
  • 11 Ole von Beust
    Hamburg
    mit 89 aktuellen Erwähnungen
  • 12 4 Wolfgang Böhmer
    Sachsen-Anhalt
    mit 70 aktuellen Erwähnungen
  • 13 4 Stanislaw Tillich
    Sachsen
    mit 43 aktuellen Erwähnungen
  • 14 Erwin Sellering
    Mecklenburg-Vorpommern
    mit 25 aktuellen Erwähnungen
  • 14 1 Christine Lieberknecht
    Thüringen
    mit 25 aktuellen Erwähnungen
  • 16 2 Jens Böhrnsen
    Bremen
    mit 7 aktuellen Erwähnungen
  • Auswertung vom 08.12.2009 - 15.12.2009, erstellt mit blueReport

Peter Harry Carstensen, der stämmige Landwirt und CDU-Politiker aus Schleswig-Holstein, genießt zur Zeit die volle Aufmerksamkeit der deutschen Medien. Diese Woche ging es noch mal einen Platz hoch, damit steht er auf Platz drei hinter Roland Koch und Horst Seehofer. Zu verdanken hat der Norddeutsche dies dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Bis zum Schluss, also den Kamingesprächen am Donnerstag Abend, soll eine Mehrheit für das Gesetz im Bundesrat unsicher gewesen sein, war aus CDU-Kreisen zu hören. Am Freitag Morgen dann verkündete ein sichtlich fröhlicher Carstensen, dass er dem Gesetz nun zustimmen könne. Neben viel Politik-Theater brachte es Carstensen eines, nämlich den Hauch eines Profils und bundesweite Aufmerksamkeit.

Und dann war da noch Günther Oettinger (Platz sechs), der am Freitag seine letzte Rede im Bundestat hielt. Ende Januar wird er von seinem CDU-Kollegen Stefan Mappus abgelöst.

Derweil kümmert sich Horst Seehofer (für ihn ging es drei Plätze hoch) um die Vertriebenen, den vierten Stamm der Bayern wie er es nennt. An dem Tag, an dem der polnische Außenminister von Guido Westerwelle empfangen wurde, nannte er es ein Anrecht des Bundes der Vertriebenen, den Sitz in der Stiftung selber bestimmen zu können. Man wolle sich das nicht von “ausländischen Kräften” vorschreiben lassen, polterte der Bayer. Schließlich sieht sich die CSU als “Schutzmacht der Heimatvertriebenen”. Klientelpolitik ist den CSU-Politiker anscheinend wichtiger als die Deutsch-Polnischen Beziehungen.



Hahnenkampf in Schleswig-Holstein sichert Carstensen Aufmerksamkeit

Posted: September 24th, 2009 | Author: Simone Wagner | Filed under: Allgemeines, Ministerpräsidenten-Ranking | Tags: , , , | 26 Comments »

Das Medienranking der Ministerpräsidenten

  • 1 1 Horst Seehofer
    Bayern
    mit 771 aktuellen Erwähnungen
  • 2 1 Roland Koch
    Hessen
    mit 740 aktuellen Erwähnungen
  • 3 Peter Müller
    Saarland
    mit 369 aktuellen Erwähnungen
  • 4 2 Jürgen Rüttgers
    Nordrhein-Westfalen
    mit 261 aktuellen Erwähnungen
  • 5 5 Peter Harry Carstensen
    Schleswig-Holstein
    mit 221 aktuellen Erwähnungen
  • 6 6 Stanislaw Tillich
    Sachsen
    mit 202 aktuellen Erwähnungen
  • 7 1 Christian Wulff
    Niedersachsen
    mit 195 aktuellen Erwähnungen
  • 8 4 Klaus Wowereit
    Berlin
    mit 193 aktuellen Erwähnungen
  • 9 Matthias Platzeck
    Brandenburg
    mit 158 aktuellen Erwähnungen
  • 10 3 Günther Oettinger
    Baden-Württemberg
    mit 157 aktuellen Erwähnungen
  • 11 Kurt Beck
    Rheinland-Pfalz
    mit 94 aktuellen Erwähnungen
  • 12 8 Dieter Althaus
    Thüringen
    mit 74 aktuellen Erwähnungen
  • 13 2 Ole von Beust
    Hamburg
    mit 52 aktuellen Erwähnungen
  • 14 Erwin Sellering
    Mecklenburg-Vorpommern
    mit 51 aktuellen Erwähnungen
  • 15 2 Wolfgang Böhmer
    Sachsen-Anhalt
    mit 48 aktuellen Erwähnungen
  • 16 Jens Böhrnsen
    Bremen
    mit 12 aktuellen Erwähnungen
  • Auswertung vom 15.09.2009 - 22.09.2009, erstellt mit blueReport

Am kommenden Sonntag wird entscheiden, ob es eine zweite Chance für die große Koalition geben wird und ob aus Gegnern wieder Partner werden. Die Bundestagswahl wird über die Zukunft von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier entscheiden, doch auch in Schleswig-Holstein und Brandenburg stehen zwei große Koalitionen zur Disposition.

Der gleichermaßen unterhaltsame wie nervige Hahnenkampf zwischen Peter Harry Carstensen und seinem Kontrahenten Ralf Stegner ist mittlerweile auch überregional Gegenstand der Berichterstattung geworden. So weiß man zunehmend im gesamten Bundesgebiet, dass die Herren sich kräftig um die Klimapolitik, die Bildungspolitik und die HSH Nordbank streiten. Vor allem weiß man aber: Die beiden mögen sich nicht und das kompromisslos. Carstensen sicherte dies einen Anstieg der medialen Präsenz um fünf Plätze und hat jetzt nur noch die A-Prominenz der Ministerpräsidenten in Form von Seehofer, Koch, Müller und Rüttgers vor sich.

Bei Matthias Platzeck zu Hause gibt es dagegen keinen Streit. Zu sicher scheint es, dass er Ministerpräsident bliebt und wahrscheinlich auch ganz gerne in einer Koalition mit der CDU. Aber Harmonie bringt keine Schlagzeilen und so bleibt Matthias Platzeck eben nicht nur Ministerpräsident im „Land des Lächelns, wie Spiegel Online jüngst titelte, sondern auch irgendwie im Mittelfeld.

Ach ja:
Vor kurzem haben wir uns noch gefragt, wo er eigentlich steckt. Doch jetzt startet Stanislaw Tillich mit einer schwarz-gelben Koaltion durch und kann so rekordverdächtige sechs Plätze in unserem Ranking gewinnen.



Landtagswahl in Schleswig-Holstein: Stegner blickt nach vorn – und zurück

Posted: September 14th, 2009 | Author: Arne Ivers | Filed under: Allgemeines | Tags: , , , | 22 Comments »

Am 27.September wird nicht nur der neue Bundestag gewählt - nach dem Bruch der großen Koalition in Kiel und der Festsetzung vorgezogener Neuwahlen sind auch die Bürger in Schleswig-Holstein gefordert, einen neuen Landtag zu wählen. Knapp zwei Wochen vor dem Urnengang geht im hohen Norden der Wahlkampf in die heiße Phase.

stegner41Besonders für den SPD-Landesvorsitzenden und –Spitzenkandidaten Ralf Stegner sind es hektische Zeiten. Prognosen sehen seine Partei derzeit nur bei knapp 24 Prozent. Stegners Chancen, nach dem 27. September der neue starke Mann zwischen Nord- und Ostsee zu werden, sind verschwindend gering. Zwar hat der mit offenem Visier geführte Revierkampf mit Stegners Lieblingsrivalen, Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU), auch der Union Stimmen gekostet - ein von Carstensen angestrebtes schwarz-gelbes Regierungsbündnis käme nach neuesten Umfragen nur mehr auf 48 Prozent der Stimmen. Eine Koalition unter Führung der SPD gilt dennoch als nahezu ausgeschlossen: Gemeinsam mit Grünen, Linken und der Partei der dänischen Minderheit SSW kommen die Genossen ebenfalls nur auf knapp 48 Prozent, eine Ampelkoalition mit Grünen und Liberalen hat der FDP-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Kubicki bereits ausgeschlossen. Wenn alle Stricke reißen, bleibt der SPD möglicherweise wieder nur die Rolle des Juniorpartners in einer von Carstensen geführten Großen Koalition. Stegner schließt eine solche Neuauflage nicht kategorisch aus. Fraglich ist, was eine solche Konstellation für seine eigene politische Zukunft bedeuten würde.
Einstweilen schaut der frühere Finanz- und Innenminister zuversichtlich nach vorne: Am kommenden Freitag, 18. September, will Stegner sein „Zukunftsteam“ vorstellen: Ein Schattenkabinett, dessen Mitglieder bereits im Laufe der letzten Woche nach und nach bekannt gegeben wurden. Allein die Öffentlichkeit nahm davon bisher wenig Notiz, magere sechs Nennungen des „Zukunftsteams“ in der regionalen Presse stehen bislang zu Buche.
Neben dem Blick in eine – bei realistischer Betrachtung derzeit eher ungewisse - sozialdemokratische Zukunft in Schleswig-Holstein, widmet sich Stegner im Wahlkampfendspurt aber auch verstärkt den früheren, erfolgreicheren Tagen seiner Partei. Unter dem Motto „Stegner trifft“ reist der Spitzenkandidat derzeit durchs Land und kommt im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe mit bekannten Genossen vergangener Zeiten zusammen. So plauderte er am Sonntag in Bad Schwartau mit Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder über das Thema Regierungsverantwortung, am Abend zuvor traf er in Neumünster auf seine ehemalige Vorgesetzte Heide Simonis. Die hielt sich mit hilfreichen Tipps für ihren ehemaligen Kronprinzen auffallend zurück, ihr dringlichster Rat an Stegner: „Du musst mehr lächeln.“
Ihren Abschluss findet die Nostalgietour zwei Tage vor der Landtagswahl in Wedel. Dort wird Stegner mit dem Autoren Günter Wallraff zusammen treffen, der in den achtziger Jahren schon da war, wo sich Stegner nach dem 27. September keinesfalls wiederfinden möchte: „Ganz unten“.