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Das Fazit: Parteien gelingt die Einbindung von Freiwilligen in Ihre Kampagnen nur schlecht

Posted: September 24th, 2009 | Author: Gregor Landwehr | Filed under: Bundestagswahl | Tags: , , , , , , , , , | 34 Comments »

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Ich habe mein bestes gegeben. Ich wollte mich bei SPD, CDU, FDP und den Grünen im Wahlkampf einbringen. Doch nach diesem Selbstversuch steht fest: Wahrscheinlich wäre ich nur für die Julis/die FDP auf Wahlkampftour gegangen. Bei allen anderen Parteien blieb es bei dem weiterleiten von Emails, beim unterstützen in Sozialen Netzwerken und teilweise warte ich immer noch auf eine Antwort.

Keine Kontakte vor Ort

Das Hauptproblem: Nach der Anmeldung über die zentralen Seiten der Parteien funktioniert die Anbindung an die Kontakte vor Ort nicht. Bei keiner Partei meldete sich ein Mitglied aus meiner Heimatstadt um mich in die Arbeit einzubinden. Stattdessen sorgen unnötig komplizierte Brüche in der Kommunikation für ein Abbrechen.

Medienbrüche

So sollte ich etwa für die Jusos eine Email an Freunde weiterleiten. Doch anstatt mit einem Klick zu einer Seite zu gelangen, auf der man die Emailadressen eingeben kann, sollte alles von Hand kopiert und verschickt werden. Oder ich soll mir meine Gruppen vor Ort selbst aus einer Liste raussuchen, anstatt mir diese direkt per Email zu schicken. Oder ich gelange nach dem Klick auf einem Bestellbutton in einer Email auf eine Internetseite, auf der ich mir die Emailadresse für die Bestellung rauskopieren, und wieder in mein Emailprogramm einfügen muss. Komplizierter geht es wohl nicht.

Und überhaupt: Die Email. Fast alle haben die Email für sich entdeckt, sehen sie aber lediglich als eine Art Newsletter an. Wo sind SMS, Brief und Telefonanruf? Warum erinnert mich niemand per SMS an einen Termin in meiner Stadt? Dabei habe ich meine Daten doch angegeben?
Warum habe ich den Eindruck, dass einige nur an Spenden (Grüne), andere gar nicht an mir (Junge Union) interessiert sind? Wo kann ich meine Ideen einbringen, wenn ich dies möchte? Das ist anscheinend nicht vorgesehen. Dialog? Fehlanzeige.

Können es sich die Parteien tatsächlich erlauben, auf so viel Mobilisierungspotential zu versichten? Oder ist es die Unwissenheit darüber, wie man Kampagnen im Web 2.0 organisiert? Ich hoffe es ist letzteres. Ein ernüchterndes Ergebnis.